So funktioniert es

Wie Hersteller, Partner und Kunden im Netzwerk zusammenarbeiten – und was die Genossenschaft dabei übernimmt.

Ein Ökosystem, acht Rollen

Eine souveräne IT-Infrastruktur entsteht nicht bei einem einzigen Unternehmen. Jemand entwickelt die Produkte, jemand liefert sie aus, jemand plant die Architektur, jemand baut sie auf, jemand betreibt sie. Das Netzwerk bildet diese Kette vollständig ab – jedes Mitglied gehört einer von acht Kategorien an.

Hersteller entwickeln und produzieren IT-Produkte mit Sitz und Ursprung in der EU. Sie sind im Verzeichnis souveraenitaet.info gelistet, bringen ihre Produkte ins Netzwerk ein, schulen die Partner und gewähren der Genossenschaft Partnerkonditionen.

Großhändler halten die Produkte der Hersteller vor und liefern sie an Systemhäuser und Reseller. Über die Genossenschaft können auch kleine Partner auf Distributionsbedingungen zugreifen, die sonst Volumenabnehmern vorbehalten sind.

Systemhäuser planen, implementieren und betreuen komplette Infrastrukturen beim Kunden – über alle zehn Schichten hinweg, mit einem Ansprechpartner.

IT-Dienstleister erbringen Projekt- und Integrationsleistungen rund um einzelne Schichten oder Produkte: eine Cloud-Migration, eine Firewall-Einführung, eine Groupware-Umstellung.

Berater begleiten Kunden herstellerneutral bei Strategie, Architektur, Compliance und der Frage, wie viel Souveränität für eine Organisation sinnvoll ist.

Managed Service Provider betreiben Infrastruktur und Anwendungen dauerhaft im Auftrag des Kunden – Monitoring, Patching, Backup, Support – und tragen die Betriebsverantwortung.

Value Added Reseller vertreiben Produkte der Hersteller und ergänzen sie um eigene Leistungen wie Konfiguration, Schulung oder Support.

Cloud Service Provider stellen souveräne Cloud-Infrastruktur und Plattformdienste aus EU-Rechenzentren bereit, auf denen die Partner ihre Lösungen betreiben.

Die Grenzen sind in der Praxis fließend – ein Systemhaus betreibt oft auch, ein Berater implementiert manchmal. Jedes Mitglied wählt die Kategorie, die seinen Schwerpunkt am besten beschreibt.

Was die Genossenschaft übernimmt

Einkauf. Die Genossenschaft bündelt die Nachfrage ihrer Partner und verhandelt mit Herstellern und Großhändlern gemeinsame Konditionen. Ein Partner mit zwanzig Mitarbeitern erhält damit Zugang zu Preisen, die sonst Konzernen vorbehalten sind.

Qualifizierung. Schulungen und Zertifizierungen werden über das Netzwerk organisiert, damit jeder Partner die Produkte beherrscht, die er einsetzt oder betreibt. Hersteller schulen einmal, statt jeden Partner einzeln.

Referenzarchitekturen. Das Netzwerk pflegt geprüfte Kombinationen über die zehn Schichten hinweg – welche Firewall mit welchem Hypervisor, welche Groupware mit welchem Identitätsmanagement. Partner müssen nicht jede Integration selbst erproben.

Vermittlung. Kunden, die sich über das Netzwerk melden, werden an passende Mitglieder vermittelt – nach Region, Kategorie und Kompetenz. Größere Vorhaben setzen mehrere Partner gemeinsam um; die Genossenschaft koordiniert.

Sichtbarkeit. Das Netzwerk tritt gegenüber Kunden, Verbänden und öffentlichen Auftraggebern als Ganzes auf – mit dem Gewicht aller Mitglieder.

Wie Entscheidungen fallen

Jedes Mitglied hat in der Generalversammlung eine Stimme, unabhängig von Größe und Kategorie. Der Vorstand führt die Geschäfte, der Aufsichtsrat kontrolliert. Hersteller und Partner sind gleichermaßen Mitglieder – die Interessen beider Seiten sind damit in denselben Gremien vertreten, statt in Vertriebsverträgen gegeneinander ausgehandelt zu werden.

Was das Netzwerk nicht ist

Kein Distributor mit eigener Lagerhaltung, kein Franchisesystem, kein exklusiver Vertriebskanal. Mitglieder bleiben unabhängig und können weiterhin mit wem sie wollen zusammenarbeiten. Das Netzwerk ist ein Angebot, das den Einsatz europäischer Produkte einfacher, günstiger und verlässlicher macht.